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Lëtzebuerger Jongbaueren a Jongwënzer a.s.b.l. Arbeitsgruppe Zuucht Die Arbeitsgruppe Zucht befasst sich schwerpunktmäßig mit Zuchtfragen im Milchviehbereich. Dieser so wichtige Bereich für die inländische Landwirtschaft zieht eine große Anzahl von Mitwirkenden in diese Gruppe. Concours National du Meilleur Juge
Seit dem 14. Februar
1982, an dem die 1. Auflage des CMJ in der Deichhalle in Ettelbrück stattfand, wird
dieser Viehbewertungsbewerb jährlich von der „Grupp Zuucht“ durchgeführt. Ziel
des Wettbewerbes ist es nach wie vor, die vorgeführten Tiere nach den Merkmalen
des linearen Beschreibungssystems zu bewerten und sich Kompetenzen im Bewerten
der eigenen und fremder Kühe anzueignen. Das Beschreibungssystem beinhaltet die
Beurteilung: Größe, Körpertiefe, Beckentiefe, Beckenlage, Hinterbeinwinkelung,
Klauen, Euterboden, Vordereuter, Hintereuter, Zentralband, Strichplatzierung
und Strichlänge des vorgeführten Tieres.
Herr Stoll, ehemaliger Generalsekretär
des luxemburgischen Herdbuchverbandes, schrieb damals: Mit dem 1er CMJ,
organisiert von den Jungbauern und Jungwinzer, soll erstmals hierzulande
versucht werden, auf breiter Basis, Sinn und Zweck einer objektiven Typ- und
Euterbeurteilungsfähigkeit darzulegen und dies im Rahmen eines sicherlich
vielfach ansprechenden Viehbeurteilungs-Wettbewerbs. Eine lobenswerte
Initiative.
Eine Initiative, die
ihren Weg ging und immer mehr Züchter nach Ettelbrück zog. Somit wurde die Organisation
dieses Wettbewerbes fester Bestandteil des Kalenders der dynamischen
Arbeitsgruppe der Luxemburger Jungbauern und Jungwinzer. Das Rahmenprogramm des
CMJ umfasste bis zum Jahr 2000 stets fachspezifische Vorträge von renommierten
in- und ausländischen Fachleuten und bot den vielen Züchtern wertvolle
Orientierungshilfe. Um den guten Ablauf der
Veranstaltung - die immerhin bis zu 1.000 Besucher zählen konnte - zu gewähren,
konnte die Arbeitsgruppe auf die tatkräftige Hilfe der Mitglieder der
regionalen Gruppen der Luxemburger Jungbauern und Jungwinzer zählen.
Im Jahr 2001 musste sie erstmal wegen der sich in Europa
verbreitenden Maul- und Klauenseuche ausgesetzt werden. Im darauf folgenden
Jahr drohte dem in Fachkreisen beliebten Wettbewerb, durch die nach Luxemburg
übergegriffene Schweinepest, ein weiteres Mal das Aus. Das sich bis dahin
bewährte Konzept wurde jedoch seitens des Veranstalters im darauf folgenden
Jahr kurzfristig an die damaligen Gegebenheiten angepasst. Der CMJ wurde auf
ein späteres Datum verlegt und konnte in kleinerem Rahmen auf einem Zuchtbetrieb
durchgeführt werden. Dieser Rahmen erlaubt es schließlich auch heute noch, neben den oben genannten Zielen,
der Allgemeinheit einen Einblick in die Landwirtschafts- und Zuchtbetriebe zu gewähren.
Im Laufe der Jahre wurde
der CMJ immer wieder durch neue Initiativen aufgewertet, um den Züchtern eine interessante
Plattform anzubieten. Grossen Anklang bei Jung und Alt findet somit der im
Jahre 1986 erstmals organisierte Concours
du Meilleur Jeune Présentateur (CMJP) und der sich im September dieses
Jahres (2007) zum 12. Mal jährt.
Concours du Meilleur Jeune Présentateur
Beim CMJP wird – wie
der Name es bereits andeutet – nicht das Tier bewertet, sondern nur die
Vorbereitung und die Vorführung. Er richtet sich an junge Züchter und Züchterinnen
im Alter von 6 bis 20 Jahre. Eingeteilt in Altersgruppen, bereiten sie die
Tiere auf den Wettbewerb vor. Neben der fachgerechten Vorführung werden von der
Jury auch die Fotoposition und der Umgang mit dem Tier bewertet. Wegen MKS und
IBR hat diese Veranstaltung jedoch starke Einbußungen erfahren müssen. Eine
steigende Nachfrage ist jedoch seit geraumer Zeit wieder seitens der jungen
Teilnehmer zu verzeichnen.
Unterstützung der Entwicklungszusammenarbeit der LJB
& JW in Afrika
Stets wurde auf dem CMJ
auch ein Zeichen für die minderbemittelte Landbevölkerung in Afrika gesetzt. So
lässt die „Grupp Zuucht“ jährlich den Erlös der Verlosung eines Zuchtkalbes der
NRO „Lëtzebuerger Jongbaueren a Jongwënzer – Service Coopération a.s.b.l.“ für
ihre Entwicklungsprojekte in Afrika zukommen.
„Miss Mëllech Lëtzebuerg“
Eine weitere nennenswerte
und interessante Initiative der „Grupp Zuucht“, die grossen Anklang bei der
Zielgruppe fand, war die nach dem 19.
Concours du Meilleur Juge, in der Herdbuchhalle in Ettelbrück veranstaltete
Wahl der ersten „Miss Mëllech Lëtzebuerg“. Géraldine Gremling aus Diekirch
überzeugte hier u.a. durch ihr Fachwissen in Sachen Milchproduktion. Sie war
somit ein Jahr lang Werbeträgerin für Milch und Milchprodukte.
Neben der fachlichen
Ausrichtung bemüht sich der Veranstalter also, ein Rahmenprogramm anzubieten, das
den jungen Züchtern Spaß und Unterhaltung bietet. Auch soll es an jene richten,
die nicht direkt im Bereich der Viehzucht tätig sind. Erstmals wurde der CMJ somit 2007 mit einer „Mega Party“ beschlossen.
Schlussfolgernd kann
festgehalten werden, dass der CMJ also auch heute noch das darstellt, was Herr
Stoll damals folgendermaßen formulierte: Es gibt zwei Möglichkeiten auf welche
Weise eine Veranstaltung wie diese zur Aufbesserung der Zucht dienen kann. Als
erstes gilt es, jedem Züchter das ideale Zuchtziel vor Augen zu führen, das
Richtungweisend für die Verbesserung seiner Herde sein soll. Zweitens, und
nicht unwesentlich, kann solch eine Veranstaltung dazu dienen, den (jungen)
Züchtern durch die angewandte Wettbewerbsformel zu neuem Ansporn zu verhelfen
und gleichzeitig deren Beurteilungsfähigkeiten auf breiter Basis zu fördern.
Aber dient diese Veranstaltung nicht zuletzt auch der Zusammenkunft aller
Züchter, um menschliche Kontakte aufzufrischen? Die 25 Viehbeurteilungs-Wettbewerbe
auf einen Blick
Von 1982 bis 1993 wurde der CMJ jeweils in
Ettelbrück in den Deichhallen und von 1994 bis 2000 in der Herdbuchhalle
ausgetragen. Ab dem Jahr 2002 fand er in den Betrieben Mathay Emile & Fils,
Flebour; Thein & Elsen, Goeblange (2003); Leider Gilbert,
Erpeldange (2004); Neser, Hamiville (2005); Wirtz
Paul, Eschweiler
(2006) statt.
Am 2. Juni 2007 lud die Arbeitsgruppe „Zuucht“ der „Lëtzebuerger Jongbaueren a
Jongwënzer“ zur 25. Auflage des Viehbewertungswettbewerbes „Concours national
du meilleur juge“ (CMJ) nach Vianden auf den Zuchtbetrieb der Familie Vaessen (Scheuerhof)
ein. Die weiteren Tätigkeitsfelder der Arbeitsgruppe beinhalten Studienreisen und Betriebsbesichtigungen im In- und Ausland, Teilnahmen an internationalen Tierschauen, Organisation von Referaten und Austausch mit ausländischen Jungzüchtervereinen. |